Crocodile

(2018 – 2022)

CROCODILE ist ein mit 12 Mio. Euro unterstütztes EU-Forschungsprojekt, das am 1. Juni 2018 seine Arbeit aufgenommen hat. Sein Gesamtziel ist die Steigerung der Ausbeute des ressourcenkritischen Metalls Kobalt durch Verbesserung bestehender und Entwicklung neuer Aufbereitungsverfahren. Im Einzelnen werden dazu pyro- und hydrometallurgische, sowie biologische und elektrometallurgische Technologien eingesetzt, die sowohl primäre (Erzkonzentrate) als auch sekundäre (Batterien, Katalysatoren, Stähle et.) Input-Materialien für die Rückgewinnung von Kobalt untersuchen. CROCODILE vereint 24 überwiegend mittelständische Forschungspartner, aber auch weltweit tätige wie Glencore, Freeport und Stena, sowie öffentliche Institute um synergetische Herangehensweisen in der Wertstoffkette zu demonstrieren. 

Zunächst werden potentielle Kobaltquellen identifiziert und ihr Marktpotential analysiert, anschließend physisch gesammelt und den entwickelnden Partner zur Verfügung gestellt. 

In unterschiedlicher Skalierung – je nach Möglichkeit der Partner – können diese Technologien Kobalt extrahieren, konzentrieren und als Zwischenprodukten den raffinierenden Partnern zur finalen Behandlung weitergeleitet werden. Besonderes Augenmerk verdient dabei der Aufbau und die Entwicklung einer mobilen Pilotanlage, die vor Ort Konzentrate der genannten unterschiedlichen Quellen mittels Solventextraktionsverfahren (SX) behandeln kann, mit dem Ziel sofort verkaufsfähige Kobaltsalze zu erzeugen. Auch der Maßstab dieser Anlage ist bemerkenswert denn die Technik soll bereits im produktionsnahen Maßstab mit bis zu 5 to Kobaltprodukt pro Tag bewerkstelligen können. Insgesamt könnte mit Erfolg des Projektes das Beschaffungsrisiko des gefragten Metalls für die europäische Industrie signifikant reduziert werden. 

Für mehr Informationen besuchen Sie folgende Webseite zum Projekt: https: https://h2020-crocodile.eu

Mercator

(2019 – 2022)

Das vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit geförderte Projekt ist unser Schwergewicht der unternehmerischen Forschungsanstrengungen. Das am 1.8.2019 gestartete Projekt vereint kompetente und eingespielte Partner unter der Projektkoordination von Accurec. Es hat zum Ziel die bisher verfügbare Technik zu verbessern und die Bandbreite rückgewinnbarer Inhaltsstoffe zu erweitern. Kern der technologischen Neuentwicklung ist eine kontinuierliche, autotherme Vorbehandlung, um alle Batterieinhaltstoffe zu liberalisieren. Gleichzeitig sollen Metalloxidverbindungen aus der Aktiven Batteriemasse so reaktiv umgewandelt werden, dass ihre Rückgewinnung in nachfolgenden Verfahrensschritten vereinfacht – das heißt mit reduziertem hydrometallurgischem Aufwand – durchgeführt werden kann. Das 4 Mio € schwere Forschungs- und Entwicklungsprojekt ist auf drei Jahre ausgelegt und soll unmittelbar in der industriellen Implementierung der neuen Technik münden. Begleitet wird es von den kompetenten assoziierten Partner Ford (Abteilung Elektromobilität) und SQM Chile, die Nummer zwei in der Förderung und Herstellung von Lithium weltweit.

Für mehr Informationen besuchen Sie folgende Webseite zum Projekt: http://mercator-recycling.de

 

LIBERTY

(2021 – 2024)

Das EU-geförderte Forschungsprojekt LIBERTY „Lightweight Battery System For Extended Range at Improved Safety“ startete im Januar 2021.

LIBERTY zielt auf die Weiterentwicklung von Traktionsbatterien für Elektrofahrzeuge hinsichtlich Leistung, Sicherheit und Lebenszeit unter Berücksichtigung des gesamten Lebenszyklus‘ und nachhaltigen Faktoren ab. Im Fokus stehen dabei neben einer Reichweite von mindestens 500 km mit einem geladenen Batteriepack eine hohe Lebensdauer von über 300.000 km, halbierte Ladezeiten, ein ultimativ sicheres Batteriesystem, die Möglichkeit einer Wiederverwendung im zweiten Leben und die Nachhaltigkeit des gesamten Lebenszyklus.
Die Innovationen innerhalb von LIBERTY führen zu einem kompakt gebauten hoch-leistungsfähigen Batteriepack mit fortschrittlichen Diagnose- und Kontrollmöglichkeiten sowie -funktionalitäten. Aus der Konsumentenperspektive verbessern sich Reichweite, Ladezeiten, Sicherheit, Zuverlässigkeit, Benutzerfreundlichkeit und Anschaffungspreis. Das LIBERTY-Konsortium wird von Ikerlan S. COOP geführt und besteht aus international erfahrenen wissenschaftlichen Instituten und industriellen Partnern. Insgesamt wirken 16 Akteure aus 7 europäischen Ländern am Erfolg von LIBERTY mit.

Accurec wird im Rahmen des Forschungsprojekts das Arbeitspaket für die Recyclingfähigkeit des neuen Batteriepacks für Elektrofahrzeuge führen und dabei auch die Lithiumrückgewinnung im Recyclingprozess adressieren.

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Projekthomepage: https://www.libertyproject.eu

LOLABAT

(2021 – 2024)

Im Rahmen des durch die Europäische Union geförderten Horizon 2020 Forschungsprojekts LOLABAT werden seit dem Januar 2021 wiederaufladbare Nickel-Zink-Batterien entwickelt und optimiert, die insbesondere für stationäre Energiespeicher ein enormes Potential auf dem europäischen Markt aufweisen. Das Batteriesystem zeichnet durch eine hohe Energie- bzw. Leistungsdichte, die Abwesenheit von kritischen und toxischen Inhaltsstoffen bei gleichzeitig geringen Produktionskosten aus. Mit 17 Partnern aus 7 europäischen Ländern deckt das wissenschaftlich kompetente und wirtschaftlich ausgerichtete Konsortium die gesamte Wertschöpfungskette vom Rohstoff über die Produktion bis zum Lebensende ab und erlaubt eine detaillierte Analyse von Zweitnutzungs- und Recyclingstrategien.

Durch den Fokus auf die ökologische Betrachtung des gesamten Lebenszyklus‘ kommt der von Accurec geleiteten Untersuchungen möglicher Recyclingtechnologien eine Schlüsselposition im Projekt zu. Die im kommenden Monat beginnenden Arbeiten werden u.a. eine sichere Nasszerkleinerung der Batterien mit konsekutiver hydrometallurgischer Behandlung der Aktivmassen der von Accurec entwickelten und industriell betriebenen best available technique einer Vakuumdestillation gegenüberstellen. Für die Bewertung der unterschiedlichen Prozesse wird sich auch an den Anforderungen der Revision der europäischen Batteriegesetzgebung orientiert.

Weitere Informationen finden Sie auf der Projekthomepage: https://cordis.europa.eu/project/id/963576/de